Den Flow-Zustand bewusst stören
Ein Phänomen, das ich aus persönlicher Erfahrung kenne, ist der als Flow bezeichnete Zustand. Das Spiel geht weiter, ich bin konzentriert und völlig in der Aktivität versunken, und die Zeit vergeht wie im Flug. So erfreulich das klingt: Es trägt das Risiko des Kontrollverlusts. Der Abbruch durch einen Realitätscheck wirkt in so einem Moment beinahe wie ein lästiger Weckruf an, aber genau das soll sie sein. Sie bringt mich aus der Vertiefung und konfrontiert mich mit der realen Bilanz. In meinen Gesprächen rate ich dazu, diesen kurzen Ruck nicht als Unterbrechung zu bewerten, sondern als hilfreiche Unterstützung, so wie ein Wecker, der mich schützt, zu verschlafen. Die Kunst liegt darin, nach der Unterbrechung nicht instinktiv auf „Schließen“ zu drücken, sondern kurz innezuhalten und die angezeigten Informationen wirklich zu erfassen. Nur so entfaltet der kleine Bewusstseinsmoment seine maximale Schutzfunktion.
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